Deckungsbeitrag Formel 1, 2, 3 berechnen & Definition

Als Unternehmen muss man auf viele verschiedene Sachen achten. Ein Kundenstamm aufbauen, Kundenbetreuung, Umsatz und vor allem Gewinn erzielen. Eine wichtige Rolle dabei spielt der sogenannte Deckungsbeitrag. In den folgenden Absätzen erfahren Sie mehr über den Deckungsbeitrag, wie er berechnet wird und was er für Auswirkungen auf das Unternehmen hat.


1. Die Definition des Deckungsbeitrags

Um zu verstehen, wie die Berechnung des Deckungsbeitrags funktioniert, ist es wichtig, dass verstanden wird worum es sich bei einem Deckungsbeitrag überhaupt handelt.

Der Deckungsbeitrag stellt die Differenz aus den Umsatzerlösen und den variablen Kosten an einem verkauften Produkt.

So lautet zumindest die ursprünglichen Definition. Es gibt allerdings noch weitere Punkte die bei der Berechnung mit berücksichtigt werden müssen.

Aus diesem Grund unterscheidet man grundsätzlich in zwei Formen:

  1. stückbezogenen Deckungsbeitrag (d)
  2. erzeugnisbezogenen Deckungsbeitrag (D)
  3. realtiver Deckungsbeitrag (Dr)

2. Die Berechnung des Deckungsbeitrags

Da es unterschiedliche Formen des Deckungsbeitrags gibt, wird er dementsprechend auch in verschiedener Weise berechnet.

2.1. Berechnung des stückbezogenen Deckungsbeitrags

Der stückbezogene Deckungsbeitrag – wobei der einzelne Stückpreis des Produkts betrachtet wird – hat folgende Formel:

d = P – k

Die Variable P stellt dabei den Stückpreis eines Produktes dar. Das ksteht für die variablen Stückkosten.

2.2. Berechnung des erzeugnisbezogenen Deckungsbeitrags

So wie man beim stückbezogenen Deckungsbeitrag den Verkaufserlös aus dem einzelnen Verkauf betrachtet, wird beim erzeugnisbezogenen Deckungsbeitrag der Gesamtverkaufserlös (E) und die damit verbundenen variablen Kosten insgesamt in die Berechnung mit einbezogenen. Die Formel lautet:

D= E – Kv

Alternativ lässt sich der erzeugnisbezogene Deckungsbeitrag auch noch unter Einbeziehung der Menge (x) berechnen:

D = d * x

2.3. Der Spezialfall relativer Deckungsbeitrag

Es läuft natürlich in einem Unternehmen nicht immer nach Schema F. Demzufolge erzielen beispielsweise manche Maschinen über einen Tag unterschiedlichen Stückzahlen und auch einen unterschiedlichen Deckungsbeitrag ein und derselben Produktgruppe. Aus diesem Grund gibt es zusätzlich eine Formel zur Berechnung des relativen Deckungsbeitrag. Er setzt die Deckungsbeiträge ins Verhältnis und errechnet so, welche Maschine effektiver ist und zur Deckung der Fixkosten am besten geeignet ist. Die Formel lautet:

Dr = Stückdeckungsbeitrag (d) / Zeiteinheit

Für die Zeiteinheit kann man auch verschiedene andere Faktoren nehmen, die zur sogenannten Engpassinanspruchnahme je Stückgehören. Das bedeutet im Klartext, welcher Faktor zu einer verminderten Deckung der Fixkosten führen kann.

3. Dreiteilige Deckungsbeitragrechnung am Beispiel

Grau ist alle Theorie. Ein Praxisbeispiel soll etwas Licht ins Dunkel der ganzen theoretischen Ausführungen bringne. Im nachfolgenden Beispiel können Sie eine insgesamt aus drei Phasen bestehenden Deckungsbeitragrechnung begutachten.

Dies wird in bei vielen Unternehmen so durchgeführt, um herauszufinden, an welcher Stelle welches Produkt welchen Einfluss auf das Betriebsergebnishat. In diesem Beispiel wird anhand von verschiedenen Fahrzeugen aufgezeigt, wie sich die Deckungsbeiträge und schlussendlich das Betriebsergebnis zusammensetzt.

Anwendungsbeispiel:

Anhand dieses Beispiels lässt sich nachvollziehen, wie unterschiedlich sich ein Produkt in einem Betriebsergebnis niederschlägt.

4. Aufgabe der Deckungsbeitragsrechnung

Mithilfe dieser Rechnung soll ermittelt werden (auch in mehreren Stufen, ganz abhängig von den einzubeziehenden Faktoren wie Gehälter, Produktionskosten etc.), ob sich der Verkauf/Vertrieb eines Produktes über einen Zeitraum hinweg rechnet oder nicht. 

Folgende Aufgaben hat die Berechnung des Deckungsbeitrags:

  • Feststellen der Lukrativität eines Produkts
  • auf welche Produkte sollte ein Unternehmen eher verzichten
  • wie muss das Preisniveau des Produkts gestaltet werden (Untergrenze)
  • welcher Spielraum ist für zusätzliche Aufträge / sind diese notwendig
  • ab wann erwirtschaftet das Unternehmen Gewinn

5. Zusammenfassung

Deckungsbeitrag = Differenz zwischen Umsatzerlösen und variablen / fixen Kosten

Drei Berechnungsformen:

  1. stückbezogener Deckungsbeitrag
  2. erzeugnisbezogener Deckungsbeitrag
  3. relativer Deckungsbeitrag

Aufgabe:

  • Wirtschaftlichkeit eines Produkts feststellen
  • Gewinnschwelle errechnen
  • Preisuntergrenze feststellen